Am Anfang des Jahres hatte Andreas die Idee, die Rennschnecken könnten doch am München Marathon teilnehmen. Da in München unter anderem auch Halbmarathon angeboten wird, war für jeden etwas dabei.

So entschlossen sich 8 Rennschnecken, drei Begleitpersonen und Lutz unsere Ehrenrennschnecke, den langen Weg nach München auf sich zu nehmen.

Am Freitag dem 8.10. fuhren wir morgens relativ früh los, mit gemischten Gefühlen da es in 10 Bundesländer an diesem Tag Herbstferien gab. Es geschehen noch Wunder wir kamen ohne große Staus recht gut durch. Nach gut 8 Stunden kamen wir in unserer Unterkunft in München an. 6 Schnecken wohnten in der Jugendherberge direkt in der Münchner Innenstadt und 6 Schnecken wohnten im Hotel in Unterhaching. Zum Tagesabschluss trafen wir uns noch zum Essen und einem gepflegten Bayrischen Bier.

 

Am Samstagmorgen trafen wir uns dann auf der Marathonmesse um die Startunterlagen abzuholen und über die Messe zu bummeln. Dort stellten wir fest dass die Veranstaltung in Süddeutschland doch etwas anders aufgezogen wird als in Norddeutschland. Wir wurden an jeder Ecke mit Blasmusik „verwöhnt“ und statt einem Frühstückslauf gab es einen Trachtenlauf mit anschließendem Weißwurst Frühstück. Der Trachtenlauf ging über 5km und der Spaß stand deutlich im Vordergrund.

Mit unseren Startunterlagen in der Kleiderbeuteltasche machten wir uns mit dem Olympiapark vertraut. Am beeindruckendsten war die Fahrt auf den ungefähr 200m hohen Olympiaturm. Von dort hatten wir eine tolle Aussicht über die ganze Stadt. Anschließend fuhren wir ins Zentrum zur Kaufingerstrasse und dem Viktualienmarkt. Im Hofbräuhaus nahmen wir ein rustikales bayrisches Mittagessen zu uns. Dann fuhren wir wieder in die Unterkunft um die Laufsachen startklar zu machen für den Sonntagmorgen.

Am Samstagabend machten wir uns wieder zum Olympiapark auf um dort in der Eissporthalle das Basketball Spiel zwischen dem FC Bayern München und dem UBC Hannover anzusehen.

Ralf war der einzige erkennbare Hannover Fan, mit Trikot ausgestattet, was den Bayern gar nicht gefiel. Leider verloren die Hannoveraner haushoch.

 

Am Sonntagmorgen, nach einem ausgiebigen Frühstück, machten wir uns auf  um in die Startbereiche zu fahren. Die Marathonis mussten ins Olympiastadion  und die Halbmarathonläufer zum Englischen Garten zum Start. Wir fuhren in einer fast leeren U-Bahn los und je näher wir dem Ziel kamen umso voller wurde es. Am Ende hatten wir fast Verhältnisse wie in Tokio zur Rush Hour.

 Alle Läufe wurden gleichzeitig um 10 Uhr gestartet. So trafen im Ziel im Olympiastadion schon nach einer Halben Stunde die ersten Läufer ein.

Die Streckenführung war sehr abwechslungsreich und  gut geführt. Erst ging es ein Stück in die Innenstadt, von dort eine lange Zeit durch den tollen Englischen Garten. Von da aus ging es über den Halbmarathonstart in die Innenstadt zurück vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten der Bayrischen Hauptstadt. Die Strecke war gesäumt von vielen Zuschauern die sich alle Mühe gaben die Läufer zu motivieren und mit Kuhglocken zu unterstützen. Das besondere am München Marathon sind die zahlreichen Blaskapellen an der Strecke, es gab aber auch viele  Rockbands oder Sambagruppen um die Läufer anzufeuern.

Ein besonderes Highlight ist der Einlauf in das Olympiastadion. Man läuft durch das große Marathon Tor und wird mit Lichtshow, Nebel und lauter Musik noch mal richtig angeheizt. Dann kommt man ins Olympiastadion und darf dort noch eine halbe Runde laufen, das ist echtes Gänsehaut Feeling.

Als erster von uns hatte Kevin Püschel dieses Erlebnis, er kam nach 2:09:54h ins Ziel, gefolgt von Andre Stahl nach 2:10:42h und Gudrun Klos nach 2:25:50h.

Dann kamen unsere Marathonläufer, der erste war Lutz Prösch nach beachtlichen 3:18:52h, gefolgt von Christian Matenna in 3:33:53h, dann kamen Axel Bittmann nach 3:39:50h und Andreas Klos nach 3:45:27h. Zu guter letzt kamen noch Kurt Gormanns nach 4:10:36h und schließlich Ralf Püschel nach 4:30:06h, der aufpasste das keine Rennschnecke unterwegs verloren geht. Alle waren sehr zufrieden mit ihren Zeiten und beendeten gesund und munter die Veranstaltung.


Nach einem gemeinsamen Essen in einem Münchner Biergarten machte sich die erste Gruppe dann auf den 6 Stunden langen Heimweg. Die zweite Gruppe genoss noch den Whirlpool und die Sauna im Hotel und machte sich dann am Montag auf den Heimweg.

 

Weitere Fotos wie immer unter www.heseper-rennschnecken.de